Vitamine gegen Haarausfall

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Für viele Menschen, vor allem für Frauen, sind Haare ein Zeichen von Gesundheit und Schönheit. Sehen die Haare dagegen schlapp und müde aus und fallen am Ende noch aus ist die Verzweiflung groß. Auch wenn man wie bei Fingernägeln bei Haaren von totem Material spricht kann man dennoch einiges gegen Haarausfall tun.

Bei Haarausfall hilft es nicht viel, mit Shampoos, Kuren und anderen Mitteln dem Problem entgegen zu wirken denn man muss es sprichwörtlich an der Wurzel packen. Es gibt zahlreiche Gründe für Haarausfall und nicht immer sind Vitamine gegen Haarausfall die Lösung. Auch Erkrankungen der Schilddrüse, Diabetes, einige Infektionskrankheiten und sogar Depressionen können zu Haarausfall führen.

Vitamin A bei Haarausfall

Doch hier soll es konkret um Vitamine gegen Haarausfall gehen und da kommen einige in Frage. An erster Stelle steht dabei Vitamin A. Es ist ein fettlösliches Vitamin und nicht nur gut für die Augen sondern auch die Haare. Am Anfang jeden gesunden Haares steht ein gesunder Haarfollikel und Vitamin A sorgt hier für die Fettsynthese. Vitamin A ist in Leber(wurst), Süßkartoffeln und Karotten enthalten.

Eine größere Rolle spielen jedoch B-Vitamine. Vitamin B 5 oder Pantothensäure wird schon länger nicht nur in der Haut- sondern auch der Haarpflege eingesetzt. Ein Mangel an Pantothensäure hat in Versuchen bei Mäusen zu einem Verlust der Haarfarbe geführt.

Beim Menschen ist ein Pantothensäuremangel jedoch äußerst unwahrscheinlich und selten und geht meist einher mit einem Mangel an anderen B-Vitaminen. Es kommt in beinahe jedem Lebensmittel vor und meist sind Alkoholiker, Menschen mit entzündlichen Darmerkrankungen und anderen Entzündungsherden davon betroffen.

B-Vitamine und Anämie

Niacin oder auch Vitamin B 3 ist ein weiterer wichtiger Stoff für die Haare. Gleiches gilt auch für Vitamin B 6 denn beide sind an vielen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt. Ein Mangel an Vitamin B 6 kann zu einer Anämie führen. Diese wiederum steht in direktem Zusammenhang mit Eisenmangel und dieser führt zu Haarausfall. Wie viele andere B-Vitamine auch kommt es in zahlreichen Lebensmitteln vor. Bei einer ausgewogenen Ernährung die Vollkornprodukte beinhaltet ist ein Mangel kaum zu befürchten.

Vitamin B 7 trägt auch die Namen Biotin und wurde früher als Vitamin H bezeichnet. Am Namen lässt sich schon erkennen, dass es wichtig für Haut und Haar ist. Ein Mangel daran ist selten und geht vor allem mit Darmstörungen einher, denn Biotin wird im Darm aufgespalten. Es ist in Eigelb, Reis und Haferflocken enthalten.

Vitamin C gegen Anämie und Haarausfall

Vitamin C ist das wohl bekannteste Vitamin und mit einer ausreichenden Versorgung tun wir nicht nur etwas für unsere Gesundheit und das Immunsystem sondern auch die Haare. Wie bei Vitamin B 6 auch gibt es hier einen Zusammenhang zwischen Anämie, Eisenmangel und Haarausfall. Vitamin C bindet Eisen an die roten Blutkörperchen die wiederum die Haarwurzeln versorgen.

Die Bildung von Kollagen ist eine der zahlreichen Aufgaben von Vitamin C und da Haare aus Kollagen bestehen liegt es nahe, auf genügend Vitamin C zu achten. Ist es nicht ausreichend vorhanden kann sich der Haarfollikel verhärten was dann zu Haarausfall führt.

Vitamin C finden wir in Paprika, Zitrusfrüchten, Petersilie und verschiedenen Kohlsorten. Vitamin C kann nicht gespeichert werden, wir müssen also täglich genug davon aufnehmen um dem Haarausfall entgegen zu wirken.

Die Bedeutung von Vitamin D für die Haare

Ein gerne übersehenes Vitamin ist Vitamin D. Erst in den letzten Jahren ist bekannt geworden, wie wichtig es wirklich ist. Gut 85% der Deutschen haben einen Vitamin-D-Mangel, vor allem im Winter. Vitamin D wird hauptsächlich durch Sonnenlicht gebildet, ansonsten ist fetter Fisch wie Lachs eine gute Quelle. Steht die Sonne wie bei uns den Winter über tief hilft es auch nicht, sich regelmäßig im Freien aufzuhalten.

Auch Sonnencremes können die Aufnahme von Vitamin D blockieren. Das Wachstum von Haaren findet in drei Phasen statt. Fehlt es dem Körper an Vitamin D wird eine dieser Phasen unterbrochen oder sie verlängert sich. Dadurch kommt es dann zu Haarausfall. Über die normale Ernährung lässt sich der Vitamin-D-Bedarf nur decken, wenn man täglich 2 Kilogramm Käse, 700 Gramm Eier oder 150 Gramm Lachs essen würde.

Vitamin E kräftigt die Haare

Auch Vitamin E kann das Haarwachstum begünstigen und einem Haarausfall entgegenwirken. Das geschieht auf mehreren Ebenen. Zum einen schützt es als Antioxidans die Haarfollikel. Zum anderen sorgt es für eine bessere Durchblutung der Kopfhaut da es neue Blutgefässe zum wachsen anregt. Das wiederum zieht eine bessere Nährstoffversorgung nach sich.

Enthalten ist es in allem was pflanzlich und fett ist, also Nüssen, Samen und den daraus gepressten Ölen. Wissen sollte man allerdings, dass es mindestens drei Monate, oft auch länger, dauert, bis ein Erfolg zu sehen ist und man wirklich sagen kann, ob die Vitamine gegen Haarausfall das Problem gelöst haben. Ein Auge haben sollte man außerdem auf seinen Eisenspiegel und Zink haben. Auch wenn beides keine Vitamine sind gibt es bei einem Mangel einen Zusammenhang mit Haarausfall.

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