Vitamine gegen Stress

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Stress ist eine Sache, die wohl die meisten von uns kennen. Neben Arbeit und Haushalt die uns oft schon genug abverlangen kommen unvorhergesehene Termine dazu: Der Chef will plötzlich eine Präsentation haben die natürlich in einer Woche fertig sein muss. Zu allem Übel soll diese Präsentation auch noch in einer Außenstelle gezeigt werden, was wiederum einen ganzen Rattenschwanz an Aufgaben nach sich zieht.

Die Übernachtung im Hotel mag vielleicht ganz nett sein, aber nun muss jemand her, der die Katze während Deiner Abwesenheit füttert. Und für so eine Präsentation kann man natürlich nicht in Jeans und Pulli antreten, daher muss was nettes zum anziehen her. Also heißt es entweder neu kaufen oder etwas aus dem Kleiderschrank ziehen, das hoffentlich noch passt und schlimmstenfalls auch noch in die Reinigung muss.

Stress lässt den Blutdruck steigen

All diese zusätzlichen Aufgaben können einem ganz schön zu schaffen machen und sorgen dafür, dass unser Stresspegel steigt. Haben wir Stress laufen im Körper eine ganze Reihe von Mechanismen ab. Der Blutdruck steigt ebenso wie der Cholesterin- und Blutzuckerspiegel.

Die Schilddrüse arbeitet auf Hochtouren und um das ganze System am Laufen zu halten greift der Körper auf Reserven zurück, zu denen natürlich auch Vitamine gehören. Das wohl bekannteste Vitamin gegen Stress ist Vitamin B beziehungsweise drei Vitamine aus der B-Gruppe.

Thiamin für die Erregungsübertragung

Vitamin B 1 beziehungsweise Thiamin ist wichtig für das Nervensystem denn es ist an der Erregungsübertragung zwischen Muskulatur und Nerven beteiligt. Eine weitere Aufgabe ist die Gewinnung von Energie aus der Nahrung.

Ist nicht ausreichend Thiamin vorhanden fehlen dem Körper wiederum andere wichtige Nährstoffe, die gerade bei Stress so dringend nötig wären. Thiamin ist in Samen und Kernen enthalten sowie in Schweinefleisch. Gute Lieferanten sind Backwaren mit Hefe und Körnern wie Sonnenblumenkerne und Sesam.

Vitamin B 6 für eine bessere Aufnahme von Mineralstoffen

Vitamin B 6 hat eine ähnliche Wirkung wie Thiamin. Auch hier gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Stoffwechsel, vor allem dem Eiweißstoffwechsel und B 6. Zudem können Mineralstoffe wie Calcium, Eisen und Magnesium schlechter aufgenommen werden.

Je mehr eiweißreiche Nahrung wir zu uns nehmen desto höher ist der Bedarf an Vitamin B 6. Sportler, Schwangere aber auch Frauen welche mit der Pille verhüten brauchen viel Vitamin B 6, das in Haferflocken, Vollkornreis und Rinderleber enthalten ist.

Schützt die Nerven – Vitamin B 12

Das wohl wichtigste Vitamin bei Stress ist Vitamin B 12. Es schützt die Nervenzellen und wird zur Blutbildung und Zellteilung gebraucht. Studien haben gezeigt, dass durch eine gute Versorgung mit Vitamin B 12 die nervliche Belastbarkeit steigt, man konzentrierter arbeiten kann und das Stressniveau sinkt.

Außer acht lassen darf man bei Stress auch nicht Vitamin D. Es ist schwierig es über die Nahrung aufzunehmen und vor allem im Winter kann es zu einem Mangel kommen. Vitamin D kann fast ausschließlich über Sonnenlicht gebildet werden. Davon haben wir im Winter zum einen zu wenig, zum anderen steht die Sonne in Deutschland von Oktober bis März so tief, dass selbst bestes Wetter kein Garant für genügend UVB-Strahlung ist, die zur Versorgung mit Vitamin D beiträgt.

Lebensmittel mit hohem Vitamin B12-Gehalt (bitte klicken)

Schlechter Schlaf durch Vitaminmangel

Eine Alternative kann daher der regelmäßige Verzehr von fettem Fisch wie Lachs sein. Vitamin D lässt uns frisch und konzentriert den Tag überstehen, zudem sorgt es für einen guten Schlaf. Wer öfter Stress hat wird nach einiger Zeit feststellen, dass der Schlaf darunter leidet.

Wir wälzen Probleme beim einschlafen, träumen schlecht und fühlen uns am nächsten Morgen wie gerädert. Das alles trägt nicht dazu bei, dem täglichen Stress gewachsen zu sein. Mit Vitaminen kann man also einigen Stresssymptomen entgegenwirken.

Doch Vitamine sind nicht alles. Vor allem in stressigen Zeiten verbraucht der Körper enorme Mengen an Magnesium. Dieser Mineralstoff wird überall gebraucht und viele Vitamine sind ohne ihn beinahe völlig wirkungslos.

Mit Magnesium wird alles gut

Früher war Magnesiummangel kaum ein Thema, doch durch die moderne Landwirtschaft sind viele Ackerböden völlig ausgelaugt. Fehlt dem Boden schon Magnesium kann er auch nicht an Pflanzen weitergegeben werden, die wir entweder selbst zu uns nehmen oder an Tiere verfüttert werden, die wiederum uns als Nahrung dienen.

Viele Menschen haben daher grundsätzlich schon einen Magnesiummangel, der sich durch Stress noch verstärkt. Magnesium ist ein sehr reaktionsfreudiger Mineralstoff den man auch als Benzin bezeichnen könnte. Ohne Magnesium ist beispielsweise Vitamin C völlig träge. Erst durch einen Schubs kommt es in die Gänge und kann seinen Aufgaben nachgehen.

Gleiches gilt auch für Calcium, Vitamin E und D. Mehr als 300 Proteine in unserem Körper sind zwingend auf die Mithilfe von Magnesium angewiesen. Ein Mangel macht sich vor allem in einer Neigung zu Krämpfen in den Füßen oder Waden bemerkbar, auch unkontrolliert zuckende Augenlider sind ein Zeichen für Magnesiummangel.

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