Wie Vitamine gegen Schmerzen helfen können

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Schmerzen kann viele Ursachen haben und sie sind immer als Warnsignal des Körpers zu verstehen. Schmerzen machen uns darauf aufmerksam, dass wir es mit irgendetwas übertrieben haben – mit zuviel Bildschirmarbeit die Kopfschmerzen verursacht, langes Sitzen das sich mit Rückenschmerzen bemerkbar macht oder Schmerzen in den Knien oder Waden, die vor allem Sportler zu schaffen machen. Eine Ursache für Schmerzen kann Vitaminmangel sein. Die Bandbreite der in Frage kommenden Vitamine ist groß, sehen wir sie uns einmal der Reihe nach an. Ganz groß in Sachen Hilfe gegen Schmerzen sind B-Vitamine. Je nach Vitamin erfolgt die schmerzhemmende Wirkung auf verschiedene Arten.

Thiamin senkt die Schmerzschwelle

Vitamin B 1 beziehungsweise Thiamin hat sich vor allem bei Neuralgien und chronischen Knochen- aber auch Kopfschmerzen bewährt. Es wirkt hemmend auf die Schmerzübertragung der Nerven und hebt die Schmerzschwelle an. Es kann daher auch bei Fibromyalgie eingesetzt werden. Schweinefleisch, Soja, Sesam und Weizenkeime sind reich an Thiamin.

Vitamin B 6 steht im Zusammenhang mit Serotonin das wiederum für unser Schmerzempfinden zuständig ist. Serotonin spielt vor allem eine Rolle bei Migräne. Serotonin ist ein Botenstoff der sich nur bedingt durch Nahrung aufnehmen lässt. Serotonin lässt in unserem Gehirn ein Glücksgefühl entstehen. Einige Drogen aber auch Antidepressiva setzen genau an diesem Punkt an.

Der Einfluss von Serotonin auf Schmerzen

Um Serotonin zu bilden braucht der Körper L-Tryptophan, Vitamin B 6, Magnesium, Vitamin C, Omega 3 und Zink. Mit einer ausgewogenen Ernährung die viele Nüsse und Samen enthält lässt sich so über Umwege der Serotoninspiegel positiv beeinflussen. Vitamin B 6 ist vor allem in Vollkornprodukten enthalten, L-Tryptophan in Sesam, Amaranth und Hafer.

Vitamin B 12 ist vermutlich das schmerzhemmende Vitamin schlechthin. Es hat sich bei Rückenschmerzen aber auch bei Tumorschmerzen bewährt. Wir finden es vor allem in Fleisch und tierischen Produkten wie Eier und Milch.

Unsere Nerven sind von einer feinen Hülle, der Myelinscheide, umgeben. Damit diese die Nerven schützen kann, wird Vitamin B 12 benötigt. Durch das im Magen gebildete Intrinsic Faktor kann Vitamin B 12 im Körper aufgenommen werden. Fehlt es an diesem mangelt es auch an Vitamin B 12. Ein Blutbild kann Aufschluss darüber geben, ob ein solcher Mangel vorliegt.

Vitamin-D-Mangel verursacht Knochen- und Muskelschmerzen

Die Wirkung und vor allemRelevanz von Vitamin D ist vielen trotz der Aufklärung in den letzten Jahren immer noch nicht bekannt. Die Medizin geht davon aus, dass mit einer ausgewogenen Ernährung ein Vitaminmangel kaum auftreten kann, doch leider ist das gerade bei Vitamin D nicht der Fall.

Vitamin D kann nur zu einem sehr geringen Prozentsatz über die Nahrung aufgenommen werden. Eine viel wichtigere Rolle spielt Sonnenlicht, und dabei genau der Teil, den wir seit Jahren versuchen zu meiden: UVB-Strahlen. Wir blockieren sie mit Sonnencreme – schon LSF 15 kann zu hoch sein – im Winter steht die Sonne bei uns so niedrig, dass die Strahlung nicht ausreicht und auch aus Solarien werden sie herausgefiltert.

Ein Mangel an Vitamin D kann eine ganze Reihe von Schmerzen verursachen, vor allem in den Knochen und Muskeln. Die Schmerzen treten dabei an verschiedenen Stellen auf, mal in den Knien, mal am Rücken oder auch in den Füßen. Gerade in den Sommermonaten, beginnend ab März, sollte man daher auch ohne Sonnenschutz für mehrere Minuten am Tag die Sonne genießen.

Vitamin E und Magnesium gegen Schmerzen

Vitamin E wirkt vor allem schmerzhemmend bei Entzündungen sowie Gelenk- und Muskelschmerzen. Es wird schon lange bei Arthritis, Gicht und Arthrose eingesetzt denn bei Entzündungen spielen freie Radikale eine große Rolle. An dieser Stelle setzt dann Vitamin E an, das die freien Radikalen fängt. Noch besser wirkt es in Kombination mit Vitamin C, das ein echter Booster für Vitamin E ist.

Auch wenn Magnesium kein Vitamin ist hat es eine große Bedeutung bei Schmerzen. Mit Magnesium lassen sich vor allem krampfartige Schmerzen sehr gut in den Griff bekommen. Dazu zählen Bauch- und Magenkrämpfe sowie Kopf- und Rückenschmerzen. Auch bei Migräne hat sich Magnesium bewährt.

Magnesium wird außerdem von vielen Vitaminen benötigt, damit diese ihre volle Wirkung entfalten können. Dazu zählt Vitamin C das wiederum Vitamin E unterstützt sowie Vitamin D. Ein Vitamin-D-Mangel ist meist nur durch eine ausreichende Gabe von Magnesium auszugleichen. Viele Medikamente – darunter Antibiotika und die Pille – sind außerdem wahre Magnesiumräuber. Magnesium sorgt dafür, dass Säuren neutralisiert werden – viele Medikamente bilden aber genau diese Säure. Der tägliche Bedarf liegt bei etwa 300 mg, kann aber durchaus auch höher sein, vor allem bei Sportlern, älteren Menschen und solchen, die ständig Medikamente einnehmen müssen.

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